Stunt Paradise 2: Offene Beta mit Trials-Chaos auf Rädern
Manche Rennspiele wollen, dass du auf einer sonnigen Bergstraße die perfekte Ideallinie triffst. Stunt Paradise 2 will, dass du einen Rückwärtssalto über eine Kreissäge schlägst, während eine Rakete auf dich zufliegt. Das ist eine ganz andere Art von Spaß, und genau darauf setzt diese Fortsetzung.
Das Spiel befindet sich jetzt in der offenen Beta. Der Beschreibung nach sieht es nach einem lauten, chaotischen Hindernisparcours aus, auf dem du vermutlich ziemlich oft verunglücken wirst.
Ein Rennspiel im Trials-Stil mit extra Explosionen
Wer schon Zeit mit der Trials-Reihe verbracht hat, versteht das Prinzip sofort. Stunt Paradise 2 ist ein Arcade-Rennspiel, das auf physiklastigen Fahrten durch feindselige Strecken aufbaut. Tempo zählt, aber genauso wichtig ist es, lange genug auf den Rädern zu bleiben, um das Ziel zu erreichen.
Der Clou ist, wie sehr dich die Level tot sehen wollen. Die Strecken sind vollgepackt mit Lasern, Kreissägen, Minen, Raketen und anderen explosiven Überraschungen. Du hebst von Rampen ab, wirbelst durch die Luft und krachst durch alles, was dir im Weg steht. Außerdem sollen die Strecken im Verlauf immer tödlicher werden, die ersten Abschnitte zeigen dir also wahrscheinlich noch längst nicht alles.
Ich gebe zu: Eine Kreissäge genau dort, wo du landen willst, ist eine ganz besondere Form von Grausamkeit. Aber genau so etwas sorgt eben dafür, dass du doch noch einmal auf "Neustart" drückst.
Das Versprechen lautet: leicht zu lernen, aber wirklich schwer zu meistern. Das ist in diesem Genre ein vertrautes Versprechen, und genau daran entscheidet sich, ob solche Spiele funktionieren oder nicht. Ein gutes Stunt-Rennspiel sorgt dafür, dass sich jeder gescheiterte Versuch wie dein eigener Fehler anfühlt und jeder saubere Lauf wie ein verdienter Erfolg. Ob Stunt Paradise 2 diese Balance hinbekommt, soll die Beta zeigen.
Stilvoll verunglücken
Die Fortsetzung bringt auch ein deutliches grafisches Upgrade mit. Die Umgebungen sind detaillierter, und moderne Shader sorgen für etwas Glanz. Was mir aber wirklich ins Auge gefallen ist, sind die Crash-Effekte.
Die Entwickler wissen offensichtlich, wie oft Spieler abfliegen werden. Statt das zu verstecken, scheinen sie es voll auszukosten: Ein spektakulärer Unfall soll fast so befriedigend anzusehen sein wie ein perfekt gelandeter Stunt. In einem Spiel, in dem du wahrscheinlich weit öfter scheiterst als gewinnst, ist das eine kluge Entscheidung. Niemand will hundertmal denselben langweiligen Überschlag sehen.
Dazu gibt es ein Checkpoint-System, das den Spielfluss am Laufen hält. Das ist bei so einem Spiel enorm wichtig. Nach einem einzigen schlecht getimten Sprung ganz an den Anfang zurückgeschickt zu werden, würde schnell nerven, und Checkpoints sollten verhindern, dass der Frust den Spaß überholt.
Rockmusik und eine Garage voller Autos
Der Soundtrack besteht aus Rockmusik, komponiert von einem professionellen Gitarristen. Laute Gitarren über brennenden Wracks sind keine subtile Kombination, aber Subtilität scheint hier auch nicht das Ziel zu sein.
Neben der Musik bietet das Spiel eine große Auswahl an Autos und Leveln. Die Idee dahinter: Jeder Lauf soll sich frisch und chaotisch anfühlen, selbst wenn du denselben Streckenabschnitt immer wieder fährst, um einen Fehler auszubügeln.
So nimmst du an der offenen Beta teil
Wer neugierig ist, kann sich ab sofort anmelden. Der Spieltest ist öffentlich, und für die Teilnahme musst du auf der Spieltest-Seite des Spiels nur auf "Request Access" klicken. Wie bei der jüngsten offenen Beta von Vacuum Pilot 2 ist das eine Gelegenheit für Spieler, die schnelle, geschicklichkeitsbasierte Läufe mögen, früh reinzuschauen und das fertige Spiel mitzugestalten.
Unsere Einschätzung
Stunt Paradise 2 scheint das Stunt-Rennspiel nicht neu erfinden zu wollen. Stattdessen nimmt es eine bewährte Formel und packt mehr Gefahren, mehr Feinschliff und mehr Lärm obendrauf. Damit ist die Zielgruppe ziemlich klar: Spieler, die Trials mochten und etwas Ähnliches mit einer Extraportion Explosionen suchen.
Das Spiel ist zugleich Teil eines größeren Trends. Offene Betas wie die von Rising Fox und Fallgrade zeigen, dass immer mehr Indie-Entwickler ihre Spiele früh von Spielern testen lassen. Bei einem Präzisions-Rennspiel ist dieses Feedback besonders wertvoll, denn Schwierigkeitsspitzen und ungünstig gesetzte Checkpoints lassen sich von innen heraus nur schwer beurteilen.
Spannend bleibt, ob das Versprechen "schwer zu meistern" als Herausforderung ankommt oder einfach nur als Bestrafung. Interessant wird auch, wie viel Abwechslung die Fahrzeugauswahl tatsächlich bringt, sobald die Beta in den Händen von mehr Spielern ist.
