Danu: Rise of the Templars - MMORPG-Beta-Anmeldung offen

Danu: Rise of the Templars - MMORPG-Beta-Anmeldung offen

Danu: Rise of the Templars will vieles auf einmal sein. Das Spiel wird als Open-World-MMORPG und als Koop-Action-Rollenspiel beworben, angesiedelt in einer mittelalterlichen Fantasywelt rund um die Legenden der Tempelritter. Für einen Spieltest kann man sich jetzt anmelden. Wer also neugierig auf ein Online-Abenteuer mit Templer-Note ist, kann sich eintragen.

Hier ist ziemlich viel los, also nehmen wir das Ganze mal auseinander.

Ritter, Legenden und eine alternative Geschichte

Die Tempelritter sind seit jeher ein beliebter Stoff für Geschichtenerzähler. Um den mittelalterlichen Ritterorden ranken sich Mythen über geheime Schätze und verborgenes Wissen, was ihn zum perfekten Material für ein Fantasyspiel macht. Danu setzt genau darauf und baut eine alternative Geschichte um den Orden herum.

Du ziehst nicht einfach als Einzelgänger durch die Welt. Du dienst entweder dem Templerorden oder der Inquisition, und das Spiel soll auf Zusammenarbeit und Ansehen aufbauen. Das deutet darauf hin, dass dein Ruf bei diesen Fraktionen eine Rolle spielt und dass das Zusammenspiel mit anderen mehr sein soll als eine Nebenoption.

Dieser Ansatz gefällt mir. Viele Fantasy-MMOs erfinden ihre Hintergrundgeschichte komplett neu, und manches davon verschwimmt nach einer Weile. Echte Legenden aufzugreifen und umzudeuten, gibt Danu einen Aufhänger, den man auf den ersten Blick versteht.

Wälder, Ruinen und Dinge unter der Erde

Die Welt selbst ist offen, und die Liste der Orte, die es zu erkunden gibt, hakt die klassische Fantasy-Checkliste ab. Wälder, Burgen, Ruinen und unterirdische Kammern stehen auf dem Programm. Dazu kommen dynamisches Wetter und ein Tag-Nacht-Wechsel, was diese Orte ein wenig lebendiger wirken lassen dürfte.

Du kannst allein losziehen oder Freunde mitnehmen. Diese Freiheit ist wichtig, gerade für alle, die eine große Online-Welt reizvoll finden, aber nicht immer eine Gruppe parat haben. Wer die Koop-Rollenspiel-Szene verfolgt, wird merken, dass Danu sich hier in eine Reihe mit Projekten wie der nordisch angehauchten Beta zu Chosen by Odin stellt, die Spielern ebenfalls die Wahl lassen, sich zusammenzutun.

Eine bunt gemischte Klassenauswahl

Bei den Klassen wird es bei Danu etwas wild. Du kannst spielen als:

  • Tempelritter
  • Wikinger-Berserker
  • Druide
  • Inquisitor
  • Morgan Le Fay

Tempelritter und Inquisitor passen sauber ins Fraktionsgefüge. Der Wikinger-Berserker und der Druide bedienen sich bei ganz anderen Traditionen. Und dass Morgan Le Fay, die Zauberin aus der Artussage, eine spielbare Klasse ist, hatte ich diese Woche wirklich nicht auf dem Zettel.

Auf dem Papier ist das eine seltsame Mischung, aber immerhin weiß man sofort, welche Fantasie jede Klasse bedient. Ob sich die Klassen tatsächlich so unterschiedlich spielen, wie ihre Namen vermuten lassen, kann erst der Spieltest zeigen.

Den eigenen Drachen großziehen

Jetzt kommt der Teil, der wohl die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird. In Danu kannst du Drachen aus Eiern großziehen. Es gibt drei Arten - Feuer, Eis und Wasser - und ausgewachsen werden sie zu fliegenden Reittieren.

Diese Drachen sind nicht nur für Rundflüge gedacht. Sie sind an Luftkämpfe im PvP gekoppelt, sodass Gefechte zwischen Spielern auch am Himmel stattfinden können. Ein Haustier vom Ei bis zum Reittier aufzuziehen, auf dem man dann tatsächlich kämpft, ist ein befriedigender Kreislauf, wenn er gut umgesetzt ist. Und es gibt Spielern ein langfristiges Ziel, das über das reine Aufleveln hinausgeht.

Raids, Gilden und Dorfleben

Für Gruppen gibt es Raids gegen mächtige Bosse, mit seltener Beute als Belohnung. Das ist klassisches MMO-Terrain, aber eben auch ein großer Teil dessen, was solche Spiele am Laufen hält.

Interessanter klingt das Gildensystem. Gilden können Dörfer bauen, und Spieler können eigene Häuser besitzen. Außerdem können Gilden Ställe, Schmieden und Mühlen betreiben. Damit bekommt das Spiel neben all den Drachenschlachten und Bosskämpfen eine ruhigere, gemeinschaftliche Seite. Für alle, die sich gern niederlassen und einen Ort zu ihrem eigenen machen, könnte das ein echter Anreiz sein.

So kommst du in den Spieltest

Die Anmeldung ist einfach. Geh auf die Beta-Anmeldeseite von Danu und klick auf den Button "Request Access". Das war's schon. Wie bei den meisten Spieltests heißt eine Anfrage nicht automatisch, dass du sofort dabei bist, aber du stehst damit zumindest auf der Liste.

Wer diese Saison Beta-Einladungen sammelt, sollte auch bei anderen offenen Aufrufen vorbeischauen, etwa bei den Anmeldungen für das mythologisch geprägte Durga: The Lionhearted.

Unsere Einschätzung

Danu: Rise of the Templars ist ehrgeizig. Erkundung in offener Welt, Fraktionsansehen, fünf unterschiedliche Klassen, Drachenzucht, PvP in der Luft, Raids und von Gilden gebaute Dörfer - das ist für jedes Projekt eine lange Liste an Features. Dieser Ehrgeiz ist spannend, wirft aber auch die naheliegende Frage auf: Wie viel davon wird im Spieltest schon vorhanden sein und rund laufen?

Der Markt für Online-Rollenspiele ist voll, und Spiele dieses Genres stehen und fallen oft damit, wie gut ihre Systeme auf Dauer ineinandergreifen. Der Fokus auf Ansehen und Zusammenarbeit deutet darauf hin, dass Danu möchte, dass Spieler Beziehungen aufbauen, statt nur allein vor sich hin zu grinden. Das ist eine vielversprechende Idee, hängt aber stark davon ab, ob genug Leute unterwegs sind, damit sie funktioniert.

Es lohnt sich zu beobachten, wie sich die Drachen-Reittiere und das PvP in der Luft in der Praxis anfühlen, denn das scheinen die herausragenden Features zu sein. Auch das Gildendorf-System sollte man im Auge behalten, denn es könnte Danu eine gemütlichere Identität verleihen, als das Templer-Thema zunächst vermuten lässt. Fürs Erste ist der Spieltest der beste Weg, um herauszufinden, ob die einzelnen Teile zusammenpassen.