Clumsy Claws Beta-Anmeldung: Koop-Partychaos mit Wagen
Manche Koop-Spiele wollen, dass ihr die Welt rettet. Clumsy Claws will nur, dass ihr mit euren Freunden einen Wagen von einem Ende des Pfads zum anderen bringt, ohne dass jemand in ein Loch fällt. Wenn man sich die Beschreibung so ansieht, wird das schwieriger, als es klingt.
Clumsy Claws ist ein physikbasiertes Koop-Partyspiel, das sich um ein sehr wichtiges Möbelstück dreht: einen Wagen. Die Anmeldung für die Beta läuft bereits, wer neugierig ist, kann sich also eintragen.
Zuhause ist, wo der Wagen steht
Der Wagen ist hier der Mittelpunkt von allem. Er dient euch als Zuhause unterwegs. Mit ihm aktiviert ihr Checkpoints und lagert die Beute, die ihr einsammelt. Außerdem nimmt er jedes Teammitglied mit, das beschlossen hat, dass Laufen heute freiwillig ist.
Der Haken: Das ist kein magischer Schwebekarren. Er hat echtes Gewicht, echte Räder und echten Schwung. Wer schon einmal in einem Partyspiel mit physikgesteuerten Objekten gekämpft hat, weiß, worauf das hinausläuft. Ein schwerer Wagen am Hang, an dem vier Leute in verschiedene Richtungen ziehen, ist ein Rezept für Komik oder für langes Schweigen im Voice-Chat.
Ich sehe schon eine Gruppe vor mir, die darüber streitet, wer zuerst losgelassen hat.
Von der Heimatstadt bis zum Finale
Ein Durchgang beginnt in der Heimatstadt. Hier trefft ihr euch mit euren Freunden und passt euren Charakter an, bevor es losgeht. Von dort aus ist der Pfad in ein paar unterschiedliche Arten von Stationen aufgeteilt:
- Wagonruns, die Abschnitte, in denen ihr den Wagen den Weg entlangschleppt
- Minigames, die die Reise mit chaotischen kleinen Herausforderungen auflockern
- Pitstops, Pausen entlang der Route
- Ein großes Finale am Ende der Reise
Der Grundablauf ist einfach: Beute einsammeln und raus. Unterwegs müsst ihr Ziegen, Abgründen und, wie es die Entwickler formulieren, fragwürdigen Gruppenmitgliedern ausweichen. Ziegen als eigene Hinderniskategorie ist eine starke Entscheidung. Respekt.
Die Münzen, die ihr auf einer Reise verdient, fließen in Upgrades und Rätsel. Damit schaltet ihr neue Expeditionen frei, es gibt also ein gewisses Gefühl von Fortschritt zwischen den Sitzungen statt eines Haufens unzusammenhängender Runden.
So kommt ihr in die Beta
Die Anmeldung ist einfach. Geht auf die Anmeldeseite des Spiels und klickt auf "Request Access", um euch für die Beta anzustellen. Termine oder Spielerlimits für die Beta wurden noch nicht bekanntgegeben, es lohnt sich also, sich früh anzumelden, wenn euch die Vorstellung gemeinsamer Wagen-Katastrophen gefällt.
Wenn ihr Koop-Titel verfolgt, die einfache Aufgaben in Gruppenchaos verwandeln, wie das Schneeschippen in Clear the Snow, scheint Clumsy Claws in sehr ähnlicher Gesellschaft zu sein.
Unsere Einschätzung
Clumsy Claws bedient sich eines bekannten Rezepts. Physiklastige Koop-Spiele haben sich eine solide Nische mit der Idee aufgebaut, dass ungelenke Steuerung kein Fehler, sondern ein Feature ist, solange Freunde dabei sind, die darüber lachen. Ein einziges gemeinsames Objekt in den Mittelpunkt zu stellen, auf das alle angewiesen sind und das jeder vermasseln kann, ist ein cleverer Weg, Teamarbeit und Schuldzuweisungen gleichermaßen zu erzwingen.
Auffällig ist der Aufbau. Die Mischung aus Wagonruns, Minigames, Pitstops und einem Finale deutet darauf hin, dass die Entwickler jede Reise wie einen vollständigen Partyabend mit etwas Abwechslung wirken lassen wollen, nicht nur wie eine einzige wiederholte Aufgabe. Das System aus Upgrades und Rätseln zum Freischalten von Expeditionen könnte Gruppen einen Grund geben, wiederzukommen, und genau damit tun sich Partyspiele oft schwer.
Die große Frage ist, wie sich die Wagenphysik beim tatsächlichen Spielen anfühlt. Zwischen "lustigem Chaos" und "frustrierendem Chaos" liegt ein schmaler Grat. Es lohnt sich zu beobachten, ob die Beta genug Abwechslung bei den Expeditionen zeigt und ob die Minigames für sich allein bestehen können. Für entspannte Gruppen, die einen albernen Koop-Abend suchen, ist das eine Anmeldung wert, und wir sind gespannt, wie es sich entwickelt, ähnlich wie anderes aktuelles Partychaos, etwa das Notaufnahme-Durcheinander für acht Spieler in Vital Decisions.
