Honeycomb: The World Beyond im Test: Gemütliches Überleben

Honeycomb: The World Beyond im Test: Gemütliches Überleben

Survival-Spiele werfen einen gerne ins kalte Wasser. Man stürzt ab, man verhungert, irgendetwas mit zu vielen Zähnen jagt einen über ein Feld. Honeycomb: The World Beyond vom Entwickler Frozen Way will es sanfter angehen.

Es ist ein Survival-Abenteuer auf einem fremden Planeten namens Sota7. Folgt man einem aktuellen Test auf Indie Game Reviewer, tauscht es einen Großteil des genretypischen Stresses gegen eine weichere, einladendere Art von Abenteuer. Vom Bauen und Sammeln, das Fans erwarten, bleibt trotzdem reichlich übrig.

Eine Wissenschaftlerin fern der Heimat

Man spielt Hennessy, eine sympathische Wissenschaftlerin im Dienst der EON Corp. Ihre Aufgabe ist es, Sota7 zu erkunden und Daten zu sammeln, die der Menschheit helfen könnten, ihre Zukunft wieder aufzubauen. Die Ausgangslage des Spiels: Die Erde muss wiederhergestellt werden.

Der Einstieg dürfte bekannt vorkommen. Hennessy ist zunächst allein, eine kleine Überlebenskapsel ist ihr einziger sicherer Rückzugsort. Ganz auf sich gestellt ist sie aber nicht. Ein KI-Assistent leistet ihr Gesellschaft, und der Rest ist eine weite, offene Landschaft, die nur darauf wartet, erkundet zu werden.

Was das Spiel abhebt, ist die Stimmung. Der Tester Kit beschreibt Honeycomb als Mischung aus Überlebens-Herausforderungen und einer warmen, gemütlichen Atmosphäre. Der Planet steckt voller niedlicher außerirdischer Wesen und großer, hübscher Ausblicke.

Die ersten Schritte

Die Anfangsquests dienen als ausführliches Tutorial. Sie bringen einem bei, wie man sich fortbewegt, Ressourcen sammelt und schließlich Dinge baut. Dieser gemächliche Start scheint dem Spiel gutzutun.

Unterwegs gibt es auch kleine Überraschungen. Kit stieß auf ein seltsames Wesen, das wie eine Kreuzung aus Wiesel und Alpaka aussah und gerne seine Bewegungen nachahmte. Nachdem er ihm ein paar Leckerbissen gekocht hatte, wurden die beiden Freunde. Das sagt viel über den Ton des Spiels aus.

Das Bauen wird jedem bekannt vorkommen, der schon ein modernes Survival-Spiel gespielt hat. Kit fühlte sich beim Platzieren seines ersten großen Zentralgebäudes an No Man's Sky erinnert. Dazu gehörte auch das bekannte, fummelige Hin- und Herschieben, damit es nicht im Boden versinkt.

Die Basis braucht Energie, um ihre verschiedenen Gebäude zu betreiben, und eine Wasserquelle in der Nähe, um den Grundbedarf zu decken. Das Tutorial erklärt beides, ebenso wie man die nötigen Materialien findet. Eine Karte hilft dabei, gesuchte Gegenstände aufzuspüren, und eine ausführliche Datenbank liefert Hintergrundwissen zu Pflanzen und Tieren auf Sota7.

Überleben in ruhigerem Tempo

Die Erkundung wird als freundlich beschrieben, der Schwierigkeitsgrad steigt sanft an. Der Spielverlauf ist außerdem linearer als bei vielen Konkurrenten im Genre, und die Geschichte bekommt mehr Aufmerksamkeit.

Das heißt nicht, dass es nichts zu tun gibt. Die Basis kann zu beeindruckender Größe wachsen. Pflanzen lassen sich ernten und zu Hause anbauen. Tiere können gezüchtet und sogar gekreuzt werden, um nützliche Ergebnisse zu erzielen.

Optisch schneidet das Spiel sehr gut ab. Sota7 wird als wunderschön beschrieben, und die Tierwelt reicht von zuckersüß bis zu einer merkwürdigen Mischung aus niedlich und leicht bedrohlich.

Fehlerfrei ist es nicht. Man kann die Tiere streicheln, was eine nette Idee ist. Die Animationen haben aber manchmal Aussetzer, dann gleiten Hennessys Hände einfach durch das Gesicht eines Wesens hindurch. Das sind Kleinigkeiten, und Kit lobte das Zusammenspiel aus Grafik und künstlerischer Gestaltung trotzdem.

Das Fazit

Kit nennt Honeycomb ein gut gemachtes Survival-Abenteuer, das stärker auf die "Abenteuer"-Seite setzt als die meisten Konkurrenten. Die herzliche Gestaltung und der behutsame Einstieg sorgen für ein entspanntes Spielgefühl. Außerdem verzichtet es auf die erschlagenden Informationsfluten, für die manche Survival-Spiele bekannt sind.

Die Empfehlung ist einfach. Wer Survival-Spiele mag, aber etwas Leichteres und Entspannteres sucht, dürfte sich hier willkommen fühlen.

Honeycomb: The World Beyond ist auf Steam, im PlayStation Store und für Xbox erhältlich.

Unsere Einschätzung

Für einen Blog namens Relaxed Gamers klingt Honeycomb wie gemacht. Survival-Spiele hatten es lange schwer bei Spielern, die keine Lust auf Hungeranzeigen und ständige Gefahr haben. Dieser Test legt nahe, dass im Genre Platz für einen ruhigeren Ansatz ist, ohne den Kern aus Sammeln, Bauen und Ausbauen zu verlieren.

Das passt auch zu einem größeren Trend, den wir bei gemütlichen Spielen immer wieder beobachten. Spieler scheinen sich zu Welten hingezogen zu fühlen, die sie in ihrem eigenen Tempo gestalten können, sei es ein winziger Planet zum Herumbasteln oder Dorfbau ohne Raster.

Ein paar Fragen bleiben offen. Der linearere Aufbau könnte Spieler abschrecken, die völlige Freiheit wollen. Spannend wird auch, ob Frozen Way Kleinigkeiten wie die fehlerhaften Animationen in künftigen Updates ausbessert. Fürs Erste wirkt es wie eine gute Wahl für Survival-Fans, die die Tierwelt lieber streicheln, als vor ihr wegzulaufen.